ingold airlines im luftmuseum: 2.11.2019

02. September 2019

Eine Revue über spezielle Aspekte der Luftfahrt – von den frühen Versuchen der Schwerkraftüberwindung über den technischen und metaphorischen Begriff des Fliegens mit Asterisken*, den springenden Punkten über die Abgründe zwischen Gravitation und Raumzeit.

Zu sehen sind überraschende Beispiele aus der täglichen Praxis unserer Fluggesellschaft* und eine transmediale Erzählung über ausgewählte Knoten des internationalen Verkehrsnetzes.

Luftmuseum   Eichenforstgäßchen 12     92224 Amberg

Eröffnung 02.11.2019  19.30 Uhr

* ingold airlines ist das, was die Benutzer von einer idealen Fluggesellschaft erwarten, was sie sich wünschen, vorstellen und realisiert sehen möchten. Die Fluglinie realisiert die Projektionen ihrer Komplizen, Mitarbeiter, Passagiere, Kunden und Schwarzflieger. Sie ist Vehikel und Instrument für Fantasien, die ausserhalb der üblichen Konsumierbarkeit liegen.

Für die einen ist es die sicherste, für andere die gefährlichste Fluggesellschaft der Welt.

viersen on the quirky way

15. Oktober 2017

Mit dem Ferdinand Emmerich Heliport fev* erhält die Festhalle Viersen das Equipment für einen mobilen Konzertservice und eine Plattform für Extra-Publicity.

Das Engagement im popkulturellen Transitverkehr wird mit Synergieeffekten zwischen Logistik, Tourismus, Medien-, Freizeit- und Genussmittelbranchen begründet. Alle profitieren von der Initiative – den Menschen wird ein vielfältigeres Kulturangebot geboten, das Gastgewerbe verzeichnet Zuwachsraten, die lokalen Medien bekommen Schnappschüsse von Promis mit globaler Ausstrahlung, die Künstler freuen sich über die Gelegenheit authentischer Gigs in der Festhalle und die Airline profiliert sich einmal mehr mit einem superindividualisierten Attendant Shuttle Service.

* Der Heli-Switch ist dem in Viersen geborenen Abenteuer- und Reiseschriftsteller Ferdinand Emmerich (1858-1930) gewidmet, einem polyglotten Vorläufer auf dem quirky way.

wetterbericht

01. September 2017

Die längste Zeit war das Fliegen den Göttern und ihren Boten, den Engel und ihresgleichen vorbehalten. Gut, auch den Vögeln und Insekten, den Lichtpartikeln, dem Staub und den Blättern im Wind, aber es war sicher kein Privileg der Menschen.

Neben spirituellen Techniken und chemischen Wirkstoffen kann auch Musik beflügeln, berauschen und stimulieren. Eine deutsche Fernsehfolge mit Popstars aus den 1990-er Jahren hiess beispielsweise „Musik ist in der Luft“, was physikalisch zwar ungenau, aber nachvollziehbar ist.

Erfolg und Pop-Euphorie sind globale mediale und logistische Massenphänomene und so wechselhaft wie das Wetter und ähnlich anfällig wie das Fliegen. Die Absturzgefahr besteht sowohl real, als auch im übertragenen Sinn des spurlosen Verschwindens und der Bedeutungslosigkeit. Neben unzähligen anderen Todesfällen sind zwischen 1933 und 2009 bei 32 Flugzeugunglücken 58 Popstars und Begleitmusiker ums Leben gekommen.

Nach dem Absturz herrscht zwar jeweils Totenstille, aber dann vernimmt man doch immer einen ersten Vogel, dessen Gesang die Erinnerung mit den Verklungenen verbindet:

the birds repertoire      audio/video-loop

bundeskunsthalle bonn     7. Oktober 2017 bis 4. März 2018.